"Discovery"-Start erneut verschoben

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Beitrag von sigi am Sa Feb 21, 2009 3:09 pm

Wegen anhaltender technischer Probleme hat die US-Weltraumbehörde NASA den Start der Raumfähre "Discovery" erneut verschoben. Der Orbiter werde nicht wie erhofft am 27. Februar zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen können, teilte die NASA mit. Möglicherweise könne der Start erst am 7. April erfolgen. Sorgen bereiten vor allem die Treibstoffventile.




Notwendig seien weitere Datenauswertungen, Tests und andere Arbeiten, weil einige Fehlerquellen noch nicht klar seien. An dem 13-stündigen Krisentreffen nahmen hochrangige NASA-Mitarbeiter teil. Ursprünglich hatte die Raumfähre schon am 12. Februar vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral abheben sollen.
Treibstoffventile bereiten Sorgen
Im vergangenen November war beim Flug der Raumfähre "Endeavour" ein Treibstoffventil beschädigt worden. Vorsichtshalber seien die Ventile der "Discovery" ausgebaut, untersucht und wieder eingesetzt worden, erklärte die NASA.
Bei der "Discovery"-Mission handelt es sich um den ersten von insgesamt fünf geplanten Shuttle-Flügen der NASA dieses Jahr. Die Raumfähre bringt sieben Astronauten auf die ISS. Während der 14-tägigen Mission sind auch Außeneinsätze an der bemannten Raumstation geplant. Hauptziel der Mission ist es, ein Paar Solarflügel zur ISS zu bringen. Die neuen Flügel sollen künftig ein Viertel der benötigten Energie für die ISS-Mannschaft erzeugen.
Ersatzteile für ISS im Gepäck
Im Gepäck der "Discovery" befinden sich zudem Ersatzteile für eine Wasser-Recycling-Anlage, die auch Urin aufbereitet. Die Vorrichtung war bereits während der vorangegangenen Shuttle-Mission zur ISS installiert worden, hatte sich jedoch als nicht voll funktionstüchtig erwiesen.
Um Mittel für geplante Mars- und Mondfahrtprojekte zu gewinnen, sollen die altersschwachen Raumfähren "Atlantis", Discovery" und "Endeavour" nach über einem Vierteljahrhundert im Mai nächsten Jahres aus dem Verkehr gezogen werden. Der Haken dabei: Erst 2015 kann es Ersatz geben. Damit wären amerikanische, europäische und deutsche Astronauten, die zur ISS wollen, fünf Jahre lang auf "Mitfahrgelegenheiten" der Russen angewiesen. Bisher ist unklar, welche Richtung die Regierung von US-Präsident Barack Obama bei der Raumfahrt einschlägt.
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