Forscher finden auf Mars Spuren von einstigen Seen

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default Forscher finden auf Mars Spuren von einstigen Seen

Beitrag von sigi am Mi Jan 06, 2010 5:32 pm


Auf dem Mars hat es früher offenbar ein miteinander verbundenes Seensystem gegeben. In der Äquatorregion des Roten Planeten entdeckten britische Forscher jetzt die Überbleibsel mehrerer Gewässer von jeweils rund 20 Kilometern Durchmesser. Die Wissenschaftler des Imperial College London vermuten, dass es in dieser Mars-Region vor rund drei Milliarden Jahren so warm wurde, dass das im Boden enthaltene Eis schmolz und sich in Senken sammelte.


Bisher glaubten Forscher zwar, dass der Mars in seiner Frühzeit warm und feucht war. Aber man dachte, vor knapp vier Milliarden Jahren habe der Planet den Großteil seiner Atmosphäre verloren und sei zu einer kalten Wüste verödet. Dass es auch im Mars-Mittelalter, der sogenannten Hesperianischen Epoche, noch warme und feuchte Phasen gab, belegen nun Aufnahmen der Nasa-Sonde Mars Reconaissance Orbiter, die den Planeten derzeit umkreist.
Landschaft ähnelt Thermokarst-Gebieten
Die Forscher analysierten Bilder aus der Umgebung von Ares Vallis, einer am Äquator gelegenen, 2.000 Kilometer langen Schlucht. In dieser Region liegen etliche Senken, die über kleine gewundene Kanäle (rote Pfeilchen) miteinander verbunden sind. Diese Landschaft ähnelt auffällig den Thermokarst-Gebieten in Alaska und Sibirien, in denen aus auftauenden Permafrostböden ein verzeigtes Seen-System entstand. Das Alter der Mars-Seen von etwa drei Milliarden Jahren errechneten die Forscher aus der Zahl der Meteoritenkrater in der Gegend.
Bedingungen für Entstehung von Leben
Als Ursache für die plötzlich einsetzende Warmphase vermuten sie vulkanische Aktivitäten, Einschläge von Meteoriten oder eine Verlagerung der Umlaufbahn des Planeten um die Sonne. Entstehende Gase hätten sich dann zeitweilig in der Atmosphäre angereichert und so die Wärme gehalten. Diese warmen und feuchten Gegenden könnten nach Ansicht der Forscher auch günstige Bedingungen für die Entstehung von Leben auf dem Nachbarplaneten geboten haben.
"Die Erforschung des Mars hat sich bisher weitgehend auf die Frühphase und die jüngere Vergangenheit konzentriert", sagt Studienleiter Nicholas Warner. "Wissenschaftler haben die Hesperianische Epoche weitgehend übersehen, weil der damalige Mars als frostiges Ödland galt. Unsere Studie zeigt, dass dieses Mittelalter viel dynamischer war als wir bisher dachten", berichten die Wissenschaftler in der Zeitschrift "Geology".
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default NASA-Sonde schickt Foto von "Bäumen" auf dem Mars

Beitrag von sigi am Do Jan 14, 2010 7:39 pm


Eine ganze Weile haben Forscher der NASA gebraucht, ehe sie das jüngste Foto aus der HiRISE-Kamera der Sonde "Mars Reconnaissance Orbiter" deuten konnten. Auf den ersten Blick sind darauf scheinbar Bäume zu sehen. Des Rätsels Lösung: Es sind Sandrutschungen, die entstehen, wenn zum Jahreszeitenwechsel das Trockeneis in der Marswüste "schmilzt".


Das "High Resolution Imaging Science Experiment", die derzeit leistungsstärkste Kamera im Weltraum, liefert seit dem Jahr 2006 immer wieder spektakuläre Aufnahmen der Marsoberfläche.
"Bäume" sind Sandlawinen
Die "Bäume" verdutzten die Weltraumforscher der NASA zunächst. Es sieht tatsächlich so aus, als würden ein paar dürre Pappeln die Sanddünen auf dem unwirtlichen roten Planeten schmücken. Tatsächlich sind es kleine Sandlawinen, die HiRISE fotografiert hat.
"In der Winterzeit bedeckt eine Schicht 'Kohlendixoid-Eis' die Dünen. Wenn der Frühling kommt, wärmen die Sonnenstrahlen diese Schicht", schreibt die NASA auf ihrem Blog. Die Trockeneisschichten brechen und das feste CO2 verdunstet (sublimiert). Dabei entstehen kleine Sandlawinen, die die dunklen Striche auf den Dünen erzeugen, die aus der Vogelperspektive wie Bäume aussehen.
Frühling längste Jahreszeit auf dem Mars
Auf dem Mars sind die Jahreszeiten unterschiedlich lange. Zudem gibt es wegen des unkreisförmigen Orbits des roten Planeten Temperaturunterschiede zwischen Nord- und Süd-Hälfte von bis zu 30 Grad Celsius. Auf der Nordhalbkugel dauern der Frühling 199,6, der Sommer 181,7, der Herbst 145,6 und der Winter 160,1 irdische Tage. Der Umschwung von Winter auf Frühling beginnt im Dezember. www.krone.at

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