Leben und Lieben als Rentner: "Gianni und die Frauen"

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Beitrag von sigi am Do Dez 29, 2011 11:56 pm

Gianni (Gianni Di Gregorio) lebt mit Frau und Tochter in Rom. Die ausufernde Freizeit als Pensionist füllt er mit Einkäufen und ausgedehnten Spaziergängen mit seinem Hund und dem der Nachbarin. Ärgerlicherweise liegen ihm seine Tochter und deren arbeitsscheuer Freund ohne Genierer auf der Tasche. Selbst die noch recht rüstige Frau Mama verprasst seine Ersparnisse beim Pokern. Basta. Finito. Es reicht. Giannis Freund Alfonso rät ihm, sich eine Flamme zur Hebung der männlichen Moral zuzulegen. Doch der Gute ist etwas aus der Übung.




Es sind die Frauen, die den römischen Frühpensionist ständig auf Trab halten. Für die Ehegattin muss er Besorgungen erledigen, seine unter Liebeskummer leidende Tochter trösten oder für die attraktive Nachbarin den Hund ausführen. Am meisten nimmt ihn seine alte Mutter in Beschlag, die in ihrer römischen Villa ihre Freundinnen zum Champagner und Poker einlädt und bereits eine verstellte Fernsehantenne zum außerordentlichen Notfall erklärt.





Gregorio fragt seinen besten Freund um Rat, der ihm von seinen amourösen Abenteuern erzählt. Mit der Erkenntnis, dass auch sein Liebesleben dringend eine Erfrischungskur braucht, startet der Frührentner ein Fitnessprogramm und sieht sich nach passenden Kandidatinnen um.





Ich bin fest davon überzeugt, dass die Mütter in Italien besonders dominant sind und nachhaltig alle Beziehungen beeinflussen, die ihr Sohn mit Frauen eingeht", sagt Di Gregorio, der auch Regie führte. "Aus diesem Grunde war es mir wichtig, der Mutter eine zentrale Rolle im Film einzuräumen." Besetzt hat er diesen Part wieder mit der charismatischen Darstellerin Valeria Di Franciscis Bendoni, die in seinem ersten Film "Festmahl im August" mit 93 Jahren ihr Schauspieldebüt gegeben hatte.

Die Dreharbeiten zu "Gianni und die Frauen" erfolgten an Originalschauplätzen in dem römischen Stadtteil Trastevere, in dem Di Gregorio selbst aufgewachsen ist. "Meine Filme sind stets sehr der Realität verhaftet, weil das überzeugender wirkt", bestätigt der Regisseur.

Das sagt "Krone"- Kinoexpertin Christina Krisch zum Film:
Wer nach Jahrzehnten aus dem Ehegehege ausbricht, muss als eingerosteter Wild- Life- Casanova erst wieder Mut fassen. Zudem unterliegt die Eroberung des schönen Geschlechts einem emanzipatorischen Wandel der Zeit! Molto simpatico, wie sich der ergraute Galan abstrampelt, um wieder einmal Hahn im Korb zu sein www.krone.at

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