Ein Haufen Irrer am Steuer: "Twisted Metal" für die PS3

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Beitrag von sigi am So Apr 01, 2012 10:28 pm

Ein Haufen Irrer am Steuer - dass das nicht gut gehen kann, beweist Sony mit dem neuesten Ableger seiner "Twisted Metal"- Serie, in dessen Mittelpunkt neben durchgeknallten Charakteren vor allem wieder eines steht: brachiale Renn- Action. Wie "Mario Kart" eben, bloß für Erwachsene.


Die "Twisted Metal" -Serie hat bereits einige Jährchen auf dem Buckel und erfreut sich vor allem in den USA großer Beliebtheit. Der erste Teil erschien bereits 1995 für die PSone. 17 Jahre später feiert das etwas andere Rennspiel aus der Feder von "God of War"- Schöpfer David Jaffe nun seinen Einstand auf der PS3 und begrüßt Veteranen auch gleich mit einem alten Bekannten: Calypso.

Der selbsternannte Meister des Makabren lädt zu einer Reihe von brutalen Auto- Wettkämpfen, dem sogenannten "Twisted Metal"- Turnier. Dem Gewinner winkt die Erfüllung eines Herzenswunsches. Da es sich bei dem Fahrerfeld durchwegs um geistig stark derangierte Psychopathen handelt, fallen die einzelnen Wünsche mitunter allerdings aus dem Rahmen des Üblichen und des guten Geschmacks, wie der Story- Modus anhand von Zwischensequenzen verdeutlicht.

Die Story ist jedoch bloßes Beiwerk, um einen Anreiz zu schaffen, sich in feinster "Destruction Derby"- Manier ins Getümmel zu stürzen und die Gegner scharenweise aus dem Ring zu schießen. Der "Ring" erweist sich allerdings gleich beim ersten Rennen als idyllische Kleinstadt, über die nun eine Horde von Irren mit schwerbewaffneten Vehikeln hereinbricht, um ohne Rücksicht auf Verluste und zivile Opfer ihrem Turnier zu frönen.

Bevor es losgeht, wählt der Spieler zunächst aus dem anfangs noch begrenzten Angebot von Fahrzeugen - drei stehen zur Wahl, wobei zwei lediglich als Reserve dienen, falls das bevorzugte Vehikel vorschnell in die Brüche gehen und man es nicht rechtzeitig zur Reparatur in die Werkstatt oder zu einem der umherfahrenden Reparatur- Trucks schaffen sollte. Was anfangs öfter vorkommt, als es einem lieb ist. Die Fahrzeuge selbst unterscheiden sich hinsichtlich Geschwindigkeit, Panzerung und Bewaffnung voneinander und sind mitunter so absonderlich wie ihre Fahrer. Stichwort: Pickup- Panzer.

Ist der Startschuss gefallen, geht es in der Regel nur noch um eines: heil aus der Sache rauszukommen und möglichst viele andere Fahrer über den Jordan zu schicken. Als größtes Hindernis erweist sich dabei zu Spielbeginn allerdings die überladene Steuerung. Waffenwechsel, Spezialwaffe, Turbo nach vorne, Turbo beim Rückwärtsfahren, Schild aktivieren etc. – nahezu jeder Button des PS3- Controllers ist belegt, oftmals auch doppelt. Dankenswerterweise waren die Entwickler jedoch so nett, die grundlegende Steuerung in einem Tutorial Schritt für Schritt zu erklären.

Davon abgesehen gibt es an "Twisted Metal" nur wenig zu bemängeln: Die Umgebungen – von der Kleinstadt über einen verlassenen Vergnügungspark, ein Fabriksgelände oder U- Bahn- Tunnel bis hin zu einer Eislaufbahn – sind abwechslungsreich gestaltet und warten immer wieder mit Überraschungen auf. Da sie zudem in vielerlei Hinsicht manipulierbar sind, lassen sie sich auch für die eigenen Zwecke nutzen. So eignet sich ein umgeschossener Turm beispielsweise hervorragend als Brücke.

Derlei Wissen ist insbesondere im Spiel mit menschlichen Gegnern von Vorteil. Neben einem Splitscreen- Modus für zwei Spieler vor der heimischen Konsole wartet "Twisted Metal" auch mit einem Online- Multiplayer für bis zu 16 Spieler auf. Geboten werden dort klassische Modi wie Deathmatch oder Team- Deathmatch, aber auch neue Spielvarianten wie etwa "Nuke", bei dem zwei Teams jeweils die Statue des anderen Teams mit einem Raketensprengkopf zerstören müssen; oder "Letzter gewinnt", in dem es als einziger Überlebender die Arena zu verlassen gilt.

Fazit: Außergewöhnliche Charaktere mit einer ebensolchen Hintergrundgeschichte und nicht minder verrückten Fahrzeugen, abwechslungsreiche Umgebungen, treibende Rock- Klänge (unter anderem Wolfmother, Rob Zombie, Sepultura) und eine noch nicht ganz so ausgelutschte Spielidee machen "Twisted Metal" auf der PS3 zu einem spaßigen Zeitvertreib – nicht nur, aber vor allem online. Wer sich mit anderen messen möchte, sollte sich jedoch vorher mit den Gepflogenheiten der komplexen Steuerung vertraut machen. www.krone.at

WEBSITE: http://twistedmetal.com/

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