Lasst Gitarren sprechen in "Warriors of Rock"

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default Lasst Gitarren sprechen in "Warriors of Rock"

Beitrag von sigi am Do Sep 30, 2010 9:05 pm

Es hat ein bisschen was von König Artus und seiner Tafelrunde, wenn Activision im neuen "Guitar Hero: Warriors of Rock" seine klampfenden Helden auf die Suche nach einer legendären Gitarre schickt, um den Rock'n'Roll zu retten. Doch während sich die einen der Hilfe eines tattrigen Zauberers gewiss sein konnten, bleibt den Kriegern des Rock im epischen Kampf gegen das Böse nur eine einzige Waffe: die eigene Fingerfertigkeit.




14 – das ist die Anzahl der Spiele, die binnen gerade einmal fünf Jahren unter der Marke "Guitar Hero" veröffentlicht worden sind. Da können sich unter Gamern schon einmal Ermüdungserscheinungen breit machen. Publisher Activision versucht dem im neusten Ableger der Serie mit einem – eigenen Angaben zufolge – "einzigartigen Story- Modus" zu begegnen, in dem sich die altbekannten Protagonisten durch erfolgreiches Musizieren von gewöhnlichen Rockern in mächtige Krieger verwandeln müssen, um die legendäre Gitarre zu erobern und die Welt schlussendlich vor allzu viel schlecht gemachter, synthetisch klingender Kommerz- Kost zu bewahren.
Netter Nebeneffekt der Metamorphose: Ähnlich klassischen Rollenspielen, bekommen Johnny Napalm, Lars Umlaut und Co mit dem Aufstieg zum Krieger besondere Fertigkeiten wie etwa einen höheren Punktemultiplikator oder mehr Starpower verpasst, was insbesondere im späteren Duell gegen andere Mitspieler seinen Reiz entwickelt. Von dieser Neuerung einmal abgesehen, bleibt der Story- Modus jedoch, was er schon immer war: eine Aneinanderreihung von Songs, die es nach dem altbewährten Prinzip möglichst fehlerfrei zu bewältigen gilt, um weitere Songs bzw. Charaktere, Outfits sowie Bühnen freizuschalten





Das dauert allerdings seine Zeit, denn mit 101 Songs ist die Auswahl an zu bewältigenden Musikstücken äußerst umfangreich ausgefallen. Wer sich durch diese mit seinen acht Kriegern nicht erst durcharbeiten möchte, kann im schnellen Spiel auch direkt auf die meisten Rock- Kracher und –Bretter zugreifen. Das Angebot (komplette Song- Liste siehe Infobox) erstreckt sich von A wie A Perfect Circle über M wie Megadeth, Metallica und Muse bis hin zu Z wie ZZ Top und deckt sämtliche Spielarten des Rocks, von hart bis herzlich, ab. Wem das nicht genügt, der kann wie gehabt über das kostenpflichtige Online- Angebot von Songs für Nachschub sorgen.

Das volle Programm


Ebenso bekannt sein dürften vielen Fans die sowohl on- als auch offline zur Verfügung stehenden Modi Duell, Party und Quickplay, wobei letzterer für "Warriors of Rock" leicht überarbeitet wurde und nun in einer "Plus"- Variante noch mehr Song- Herausforderungen bereit hält, die es zu meistern gilt. Ebenfalls wieder mit von der Partie ist das Guitar- Hero- Studio, in dem Konsolenrocker ihre eigenen Schmachtfetzen komponieren und dann mit anderen Spielern aus aller Welt teilen können.



Neue Plastik- Klampfe


Etwas ist dann aber doch noch neu: Der Gitarren- Controller wurde einem Facelift unterzogen und präsentiert sich nun in böser Axt- Optik. Die Slidebar, über die Spieler zuletzt noch ihre Finger rutschen lassen konnten, fiel dem Rotstift zum Opfer und machte Platz für das Batteriefach, welches jetzt sehr elegant im unteren Teil des Gitarrenhalses versteckt ist. Und damit die Plastik- Klampfe auch bequem auf Reisen gehen kann, können Kopf und Seitenteile abgenommen werden, was Gamern zugleich die Möglichkeit einräumt, ihre Gitarre nach den eigenen Wünschen zu "tunen" und mit neuen "Flügeln" zu versehen.
Fazit: Mit seiner Geschichte um tapfere Recken, die sich auf die Suche nach dem Heiligen Gral des Rocks machen, nimmt "Guitar Hero: Warriors of Rock" gekonnt bekannte Metal- Klischees auf Korn. Doch die humorvoll und hübsch in Szene gesetzte Heroensage - im Englischen übrigens erzählt von Kiss- Frontmann Gene Simmons - kann letzten Endes nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Gameplay- Neuerungen in Grenzen halten. Dem Spaß tut dies dank umfangreicher Musikauswahl, vielen freischaltbaren Extras, dem gewohnt umfangreichen Drumherum und nicht zuletzt der neuen Gitarren- Streitaxt jedoch kaum einen Abbruch.
Plattform: PS3 (getestet), Xbox 360, Wii
Publisher: Activision
krone.at- Wertung: 8/10

von Sebastian Räuchle www.krone.at

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